Jahreskreis Rituale

Ab dem Jahr 2022 werden meine wunderbare Freundin Mechtap Dawo und ich im Achillea Heilpflanzengarten Jahreskreis Rituale begehen und laden Euch auf´s herzlichste dazu ein, mit uns in den tief verbindenden Rhythmus der Natur einzutauchen.

Ort

Die Jahreskreis Rituale feiern wir im wundervollen Heilpflanzengarten Achillea in Freiburg – St. Georgen.

Sie finden bei jedem Wetter draußen statt, also sorge gut für Dich mit entsprechender Kleidung.

Kosten

Im Augenblick bieten wir die Rituale auf Spendenbasis an, gegebenenfalls werden wir das aber im Laufe des Jahres anpassen.

Termine 2022

Lichtfest Di. 1.2. nachmittags
Frühlingsequinox So. 20.3. 14:30 Uhr
Walpurgisnacht Sa. 30.4. 20:00 Uhr
Sommersonnenwende Di. 21.6. 20:00 Uhr
Schnitterinnenfest Do. 28.07. 17:00 Uhr
Herbstequinox Mi. 21.9. 17:30 Uhr
Samhain Mo. 31.10. 18:00 Uhr
Wintersonnenwende Mi 21.12. 18:00 Uhr

Anmeldung

Wenn Du Dich für unsere Ritualarbeit interessierst, dann trage Dich am besten hier in den Verteiler ein. Aufgrund der momentanen Corona Situation machen wir die Rituale im Augenblick nur für uns. Wir wollen sie gerne für alle anbieten und niemanden aufgrund des Impfstatusses ausschließen, haben aber auch keine Lust, hohe Bußgelder zu riskieren. Sobald wir mit den Ritualen an die Öffentlichkeit gehen werden, geben wir das hier Bescheid oder eben über den Verteiler.

Durch das Begehen der Jahreskreisrituale fühlen wir uns eingebunden in etwas Größeres, das uns Struktur und Halt gibt, Orientierung und Verstehen. Verbindung entsteht, zu mir selbst, zur Natur, die uns umgibt, zu den Rhythmen des Lebens und auch zu den Menschen um uns herum.

Schauen wir in die Natur so erleben wir, dass Wandel oft zyklisch geschieht. Wir können kleinere Zyklen wahrnehmen, wie etwa das Aufsteigen der Sonne bis zu ihrem höchsten Punkt, ihr Absinken bis zur Dämmerung und der Übergang vom Licht des Tages zum Dunkel der Nacht, und größere Zyklen wie den Jahreskreis. Wir erleben jedes Jahr die aufsteigenden Energien im Frühling, die größte Ausdehnung im Sommer, das Absinken der Kräfte im Herbst und schließlich die Einkehr in Dunkelheit und den Rückzug der Lebenskräfte im Winter.

Fühlen wir uns verbunden mit den jeweiligen Lebensenergien, die wir wahrnehmen in der Natur um uns herum, kann es uns leichter fallen, Wandel nicht nur als natürlichen, sondern auch als notwendigen Aspekt des Lebens zu begreifen, wertzuschätzen und mitzufließen. Leben ist Wandel und wir brauchen alle Qualitäten gleichermaßen.

Finden wir uns als Individuen mit wachsender Bewusstheit in den großen Zyklen ein, so entdecken wir, dass wir ja selbst auch zyklische Wesen sind. Frauen erleben dies vielleicht stärker durch den Rhythmus ihrer Menstruation. Wir Menschen alle leben Phasen des Wachens und Schlafens, Zeiten, in denen wir über viel Energie verfügen und in äußerer Aktivität aufgehen und Zeiten, in denen wir uns ausruhen und regenerieren.

Die Anbindung an die Rhythmen des Lebens durch die Jahreskreisrituale lässt uns Stabilität innerhalb des Wandels erfahren. Wir bekommen ein Gefühl der Sicherheit und Vertrauen ins Leben. Wir wissen um die Kraft, die jeder Phase innewohnt und schätzen ihre Notwendigkeit. Wir lassen uns absichtsvoll ein auf den Kreislauf von Werden und Vergehen, Nähren und Umsorgen und Schneiden und Loslassen. Wir bekommen ein offeneres Gespür für die Phasen, in denen wir uns jeweils befinden. Warum bin ich jetzt an dieser Stelle, was liegt hinter mir und auf was bewege ich mich zu? Unsere Rückverbindung zu Mutter Erde wird sich Jahr für Jahr vertiefen und wir erleben uns immer stärker als eingewobenen Teil des großen Ganzen.

Imbolc/Lichtmess am 01.02.22

Frühlings-Equinox am 20.03.22 um 14:30 Uhr

Das Ritual zur Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche ist ein Ritual der Manifestation. Irgendetwas, das schon in uns angelegt ist, will an die Oberfläche kommen, will wachsen und sich entfalten. So, wie in der Natur die Samen anfangen zu keimen und zu gedeihen. Sind wir im Winter – und da vor allem in der Zeit der Raunächte – offener für die kosmischen, nicht sicht- und fühlbaren Kräften, so geht es jetzt darum, eventuell gewonnene Ideen, Visionen, Einsichten ins Leben hier auf der Erde zu bringen, zu manifestieren. Es geht darum, wieder mehr in Verbindung zu gehen mit allem Lebendigen. Die Zeit der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche ist eine Zeit, die sowohl harmonisch ist – Tag und Nacht sind in Balance – als auch geprägt von sich streitenden Kräften – das Wetter macht Kapriolen, mal ist es Winter, mal Sommer, mal ist das Wetter heftig, mal ruhig… Auch unsere Visionen zu manifestieren, sie in die Welt zu bringen, ist oft herausfordernd und von widerstreitenden Stimmungen und Kräften begleitet. Im Ritual gehen wir in Verbindung mit allem Leben um uns, finden unseren eigenen Platz darin und erlangen dadurch mehr Stabilität und Erdung.

Walpurgsinacht am 30.04.22 um 20:00 Uhr

In diesem Lebensfreudefest öffnen wir all unsere Sinne und lassen unsere Vorstellungen darüber, wer oder wie wir sind, hinter uns. Wir genießen unseren eigenen Körper, unser Sein, feiern die lockende Schönheit der Natur um uns herum, die wir im Wonnemonat Mai in jeder einzelnen Blüte geschenkt bekommen. Da wir Teil der Natur sind, feiern und schätzen wir auch unsere eigene Schönheit und erfreuen uns an unserer Sinnlichkeit und unseren Reizen. Wir laden alle Facetten, die wir in uns tragen und die wir uns vielleicht noch nicht gewagt haben zu leben, ein, sich zu zeigen. In dieser Walpurgisnacht ist Alles dir willkommen, jeder Ausdruck lebendigen Seins. Wir geben uns dem Rausch des explodierenden Lebens hin und genießen die Funken, die wir versprühen, in welcher Form sie sich auch zeigen mögen. Wir lassen uns verführen von der Wollust am Leben und genießen den Tanz ums Feuer. Und vielleicht wagst du gar den Sprung übers Feuer?

Sommersonnwende am 21.06.22 um 20:00 Uhr

Wir befinden uns auf dem Höhepunkt des Lichtes und feiern den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres, den höchsten Punkt der aktiven Entfaltung. Das Wachstum in die Höhe ist nun beendet genau so wie das Erschaffen von Neuem. Was jetzt kommt, ist Ausdehnung, ein in die Fülle gehen, das Virbieren des Lebens. In dieser Phase der Zeit geht es ganz klar darum, mit der Erde und allem, was sie hervorbringt, verbunden zu sein, wahrzunehmen, was ist, und damit zu sein. Die Sommersonnwende ist ein ganz und gar irdisches Fest und hier geht es darum, uns mit dem Leben zu verbinden.

In diesem Sommerfest nehmen wir mit allen Sinnen weit geöffnet die Lebensfrüchte, die aus der Verbindung zwischen Himmel und Erde entstehen, wahr und erlauben uns zu genießen. 

Schnitter:innenfest am 28.07.22 um 17:00 Uhr

Inmitten der reifen Fülle des Spätsommers erinnert uns das Schnitterinnenfest an den Aspekt des Schneidens, des ewigen Werdens und Vergehens. Wir müssen schneiden und etwas beenden, um ernten und weiter leben zu können. Was will jetzt in deinem Leben geschnitten werden von dir?

Herbst-Equinox am 21.09.22 um 17:30 Uhr

Hell und Dunkel halten sich an diesem Tag die Waage, bevor wir allmählich in die dunklere Hälfte des Jahres eintauchen. Zeit innezuhalten, zu danken für die Geschenke der fruchtbaren Zeit und selbst etwas von deiner Fülle zu geben und zu teilen.

Samhain, Dunkelheitsritual am 31.10.22 um 18:00 Uhr

In diesem Ritual öffnen wir uns ganz der Dunkelheit, mit all ihren Facetten. Wir erkennen die Qualität des Vergehens als wichtigen Aspekt des Lebens und werden weit für Ahnungen aus oft verborgenen Wirklichkeiten. 

Wintersonnwende am 21.12.22 um 18:00 Uhr

Wir lassen uns tief sinken in den Stillstand in der Dunkelheit. Und erfahren wie aus diesem Stillstand ein neuer Kreislauf des Lebens geboren wird, jedes Jahr wieder erwächst das Leben und Licht aus der zeitlosen Dunkelheit. 

Immer wieder zieht es mich auf den kleinen Berg nicht unweit meiner Wohnung hinauf und hinaus in den Wald. Es ist kein großer, wilder Wald, eher ein kleiner Stadtwald. Die Größe des Waldes ist jedoch gar nicht so wichtig… auch mit einem einzelnen Baum können wir in Verbindung gehen und durch ihn den Wandel im Kreislauf des Jahres miterleben. Wenn wir mit geöffneten Sinnen in den Wald und in die Natur gehen und unsere Wahrnehmung ausdehnen, erleben wir vielleicht ein starkes Verbundenheitsgefühl. Für manche fühlt sich das wie ein Nachhausekommen an. Vielleicht erinnerst Du Dich an dieses Gefühl aus Deiner Kindheit, dieses wundervolle Gefühl selbst Teil der Natur zu sein, eingewoben zu sein in den immer wiederkehrenden Kreislauf, das Gefühl, genau richtig zu sein, wie Du bist und wo Du bist, ein natürliches Wesen wie alle anderen auf dieser Erde auch.
Indem wir uns bewusst alle sechs bis sieben Wochen mit den zu dieser Zeit wahrnehmbaren Naturqualitäten verbinden, diese feiern und uns tief einlassen auf den Wandel, verstärkt sich unsere Verbundenheit zur Natur mit der Zeit von alleine. Wir erleben, dass sich das Leben immer wieder entfaltet und wandelt, ja, dass Leben Wandlung ist. So spüren wir Jahr für Jahr, dass nach der Dunkelheit und der notwendigen Zeit der Regeneration, in welcher im Außen wenig Bewegung sichtbar ist und Kraft im Inneren gesammelt wird, im Frühjahr die Energien wieder aufsteigen und sich alles zu entfalten beginnt. Zunächst noch sehr zart und fein, bis sich schließlich die pralle Schönheit im Erblühen des Lebens um uns herum offenbart. Das Licht der Sonne kehrt nach der dunkleren Jahreszeit zurück und wird Tag für Tag kräftiger und wärmender. Bis wir zur SommerSonnenWende den längsten Tag und die kürzeste Nacht feiern und wir wieder hinabsteigen in die zweite Hälfte das Jahres mit ihren sinkenden Energien.
Vielleicht spürst auch Du in Dir die Sehnsucht Dich gehalten und getragen zu fühlen von Mutter Erde, echtes Vertrauen zu finden in die Kraft des Lebens, in die Entfaltung, und zu erfahren, dass wir uns dem Wandel hingeben dürfen. Wenn wir spüren, dass alle polaren Qualitäten Teil des natürlichen Jahreszyklus´ und notwendig sind, und auch alles was damit zu tun hat, hell und dunkel, warm und kalt, Ausdehnung und Zusammenziehen, Wachsen und Verfallen, Geburt und Sterben, dann lernen wir mit der Zeit uns selbst dem natürlichen Wandel anzuvertrauen und jene Phase zu schätzen, die gerade natürlicherweise dran ist.
Ich bin überzeugt, dass wir Menschen beginnen liebevoller mit Mutter Erde und all ihren Wesen zu sein, wenn wir uns wieder als Teil von ihr begreifen und in tiefer Verbundenheit begegnen.
Hast Du Lust Dich gemeinsam mit uns auf diese innere Forschungsreise zu begeben? Dann freuen wir uns sehr, gemeinsam mit Dir die Jahreskreisrituale zu feiern. Alle Menschen sind willkommen, ob du schon erfahrene Jahrekreisfeiernde*r oder einfach neugierig bist und etwas in Dir beim Lesen aufgehorcht hat. 

Mechtap Dawo