Jahreskreis Rituale

Meine wunderbare Freundin Mechtap Dawo und ich gestalten seit diesem Jahr Jahreskreis Rituale im Achillea Heilpflanzengarten und laden Euch auf´s herzlichste dazu ein, mit uns in den tief verbindenden und heilenden Rhythmus der Natur einzutauchen.

Ort

Die Jahreskreis Rituale feiern wir im wundervollen Heilpflanzengarten Achillea in Freiburg – St. Georgen.

Sie finden bei jedem Wetter draußen statt, also sorge gut für Dich mit entsprechender Kleidung.

Kosten

Die Rituale finden auf Spendenbasis statt. Anhaltspunkt:

a) 10 € für Gartennutzung und Materialien

+ b) frei zu bestimmender Betrag fürs Ritual

Termine 2023

Lichtfest So 05.02. 16:00 Uhr
Frühlingsequinox So. 19.3. 15:00 Uhr
Walpurgisnacht So. 30.4. 19:30 Uhr
Sommersonnenwende Di. 20.6. 19:30 Uhr
Schnitterinnenfest: Fr. 28.07. 18:00 Uhr
Herbstequinox: Fr. 22.09. 17:30 Uhr
Samhain: Di 31.10. 18:00 Uhr
Wintersonnenwende: Do 21.12. 18:00 Uhr

Anmeldung

Wenn Du Dich für unsere Ritualarbeit interessierst, dann trage Dich am besten hier in den Verteiler ein.

Zu einem Ritual anmelden solltest Du Dich bis spätestens 2 Tage davor – am besten per Email.

Durch das Begehen der Jahreskreisrituale fühlen wir uns eingebunden in etwas Größeres, das uns Struktur und Halt gibt, Orientierung und Verstehen. Verbindung entsteht, zu mir selbst, zur Natur, die uns umgibt, zu den Rhythmen des Lebens und auch zu den Menschen um uns herum.

Schauen wir in die Natur so erleben wir, dass Wandel oft zyklisch geschieht. Wir können kleinere Zyklen wahrnehmen, wie etwa das Aufsteigen der Sonne bis zu ihrem höchsten Punkt, ihr Absinken bis zur Dämmerung und der Übergang vom Licht des Tages zum Dunkel der Nacht, und größere Zyklen wie den Jahreskreis. Wir erleben jedes Jahr die aufsteigenden Energien im Frühling, die größte Ausdehnung im Sommer, das Absinken der Kräfte im Herbst und schließlich die Einkehr in Dunkelheit und den Rückzug der Lebenskräfte im Winter.

Fühlen wir uns verbunden mit den jeweiligen Lebensenergien, die wir wahrnehmen in der Natur um uns herum, kann es uns leichter fallen, Wandel nicht nur als natürlichen, sondern auch als notwendigen Aspekt des Lebens zu begreifen, wertzuschätzen und mitzufließen. Leben ist Wandel und wir brauchen alle Qualitäten gleichermaßen.

Finden wir uns als Individuen mit wachsender Bewusstheit in den großen Zyklen ein, so entdecken wir, dass wir ja selbst auch zyklische Wesen sind. Frauen erleben dies vielleicht stärker durch den Rhythmus ihrer Menstruation. Wir Menschen alle leben Phasen des Wachens und Schlafens, Zeiten, in denen wir über viel Energie verfügen und in äußerer Aktivität aufgehen und Zeiten, in denen wir uns ausruhen und regenerieren.

Die Anbindung an die Rhythmen des Lebens durch die Jahreskreisrituale lässt uns Stabilität innerhalb des Wandels erfahren. Wir bekommen ein Gefühl der Sicherheit und Vertrauen ins Leben. Wir wissen um die Kraft, die jeder Phase innewohnt und schätzen ihre Notwendigkeit. Wir lassen uns absichtsvoll ein auf den Kreislauf von Werden und Vergehen, Nähren und Umsorgen und Schneiden und Loslassen. Wir bekommen ein offeneres Gespür für die Phasen, in denen wir uns jeweils befinden. Warum bin ich jetzt an dieser Stelle, was liegt hinter mir und auf was bewege ich mich zu? Unsere Rückverbindung zu Mutter Erde wird sich Jahr für Jahr vertiefen und wir erleben uns immer stärker als eingewobenen Teil des großen Ganzen.

Imbolc/Lichtmess am 05.02.23 16:00 Uhr

In der Zeit um Imbolc/Lichtmess werden die Tage spürbar länger, das Licht verändert sich, in der Natur gibt es eine klare Konzentration der Farben auf schwarz, weiß und blau: die dunklen Farben der Pflanzen und der Erde, das Weiß des Schnees und das klare Blau des Himmels nach Winterstürmen. Diese kristallklare Konzentration regt auch in uns die Kraft des Neubeginns an. Aus der Stille und Leere heraus entwickeln sich Visionen, die wir in den nächsten Wochen noch eine Weile in uns hüten dürfen (Imbolc bedeutet: im Bauch) bevor wir sie dann später wirklich in die Welt bringen.

Es ist eine gute Zeit, um einen Frühjahrsputz zu machen. Wir räumen auf, misten aus, was uns gut gedient hat und jetzt Platz für Neues machen darf, und putzen alle Ecken blitzeblank, so dass sich das Neue auch wohlfühlt. Wir atmen die klare Frühlingsluft und lassen uns berühren von dem neu erstarkenden Licht.

Frühlings-Equinox am 19.03.23 um 15:00 Uhr

Das Ritual zur Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche ist ein Ritual der Manifestation. Irgendetwas, das schon in uns angelegt ist, will an die Oberfläche kommen, will wachsen und sich entfalten. So, wie in der Natur die Samen anfangen zu keimen und zu gedeihen. Sind wir im Winter – und da vor allem in der Zeit der Raunächte – offener für die kosmischen, nicht sicht- und fühlbaren Kräften, so geht es jetzt darum, eventuell gewonnene Ideen, Visionen, Einsichten ins Leben hier auf der Erde zu bringen, zu manifestieren. Es geht darum, wieder mehr in Verbindung zu gehen mit allem Lebendigen. Die Zeit der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche ist eine Zeit, die sowohl harmonisch ist – Tag und Nacht sind in Balance – als auch geprägt von sich streitenden Kräften – das Wetter macht Kapriolen, mal ist es Winter, mal Sommer, mal ist das Wetter heftig, mal ruhig… Auch unsere Visionen zu manifestieren, sie in die Welt zu bringen, ist oft herausfordernd und von widerstreitenden Stimmungen und Kräften begleitet. Im Ritual gehen wir in Verbindung mit allem Leben um uns, finden unseren eigenen Platz darin und erlangen dadurch mehr Stabilität und Erdung.

Walpurgsinacht am 30.04.23 um 19:30 Uhr

In diesem Lebensfreudefest öffnen wir all unsere Sinne und lassen unsere Vorstellungen darüber, wer oder wie wir sind, hinter uns. Wir genießen unseren eigenen Körper, unser Sein, feiern die lockende Schönheit der Natur um uns herum, die wir im Wonnemonat Mai in jeder einzelnen Blüte geschenkt bekommen. Da wir Teil der Natur sind, feiern und schätzen wir auch unsere eigene Schönheit und erfreuen uns an unserer Sinnlichkeit und unseren Reizen. Wir laden alle Facetten, die wir in uns tragen und die wir uns vielleicht noch nicht gewagt haben zu leben, ein, sich zu zeigen. In dieser Walpurgisnacht ist Alles dir willkommen, jeder Ausdruck lebendigen Seins. Wir geben uns dem Rausch des explodierenden Lebens hin und genießen die Funken, die wir versprühen, in welcher Form sie sich auch zeigen mögen. Wir lassen uns verführen von der Wollust am Leben und genießen den Tanz ums Feuer. Und vielleicht wagst du gar den Sprung übers Feuer?

Sommersonnwende am 20.06.23 um 19:30 Uhr

Wir befinden uns auf dem Höhepunkt des Lichtes und feiern den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres, den höchsten Punkt der aktiven Entfaltung. Das Wachstum in die Höhe ist nun beendet genau so wie das Erschaffen von Neuem. Was jetzt kommt, ist Ausdehnung, ein in die Fülle gehen, das Virbieren des Lebens. In dieser Phase der Zeit geht es ganz klar darum, mit der Erde und allem, was sie hervorbringt, verbunden zu sein, wahrzunehmen, was ist, und damit zu sein. Die Sommersonnwende ist ein ganz und gar irdisches Fest und hier geht es darum, uns mit dem Leben zu verbinden.

In diesem Sommerfest nehmen wir mit allen Sinnen weit geöffnet die Lebensfrüchte, die aus der Verbindung zwischen Himmel und Erde entstehen, wahr und erlauben uns zu genießen. 

Schnitter:innenfest am 28.07.23 um 18:00 Uhr

Nach Zeiten der Verströmung und des Genusses, inmitten der Trance des Sommers, sind wir aufgefordert, innezuhalten, zu reflektieren und zu prüfen und dann auch zu ent-scheiden. Auch wenn es fast schmerzhaft scheint inmitten dieser Hoch-Zeit schon an die dunkle Jahreszeit zu denken und uns darauf einzustimmen, so ist doch jetzt der richtige Zeitpunkt. Die Tage der Ernte sind begrenzt und sollten geplant werden. Beim Ritual der Schnitter:innen geht es um eine Fokussierung auf dein eigentliches tieferes Thema und um eine Klarheit deines Umgangs damit. Um zu ernten, was – in und um dich – gewachsen ist, musst du schneiden, musst du entscheiden, was nimmst du weiterhin mit und was lässt du los.

Die Qualität des Schnitter:innenfestes erfordert eine Klarheit von dir. Bevor wir rituell mit dieser Qualität arbeiten können, du im Ritual einen kraftvollen Schnitt setzen kannst, ist es wichtig, dass du vorab über bestimmte Themen reflektierst. Hinter einer tiefgehenden Reflexionsarbeit verbirgt sich das Potential eines großen Heilungs- und Wachstumprozesses. Dazu bieten wir dir Unterstützung an (Angebot dazu nach Anmeldung). Mit dem Beistand verschiedener Energien, bei diesem Ritual vor allem aus der Pflanzenwelt, und mit der Gruppe als Zeugin, stellt das Ritual eine abschließende Bekräftigung deiner Reflexionsarbeit dar.

Du kannst dich bis spätestens 2 Tage vor dem Ritual anmelden. Um Zeit für die Reflexionsarbeit zu haben, ist es aber sinnvoll, dich so bald wie möglich anzumelden. Du bekommst dann nähere Infos zum Ritual und deine gewählte Art der Unterstützung. (Und wenn es dich zum Ritual lockt auch wenn du vorab nicht viel Zeit für die Vorbereitung gehabt hast, so lass dich nicht abhalten zu kommen… )

Herbst-Equinox am 22.09.23 um 17:30 Uhr

Hell und Dunkel halten sich an diesem Tag die Waage, bevor wir allmählich in die dunklere Hälfte des Jahres eintauchen. Diese Schwellenzeit schenkt uns die Möglichkeit, einen Blick aus den beiden entgegengesetzten Perspektiven – Licht und Dunkelheit – einzunehmen, und so einmal mehr zu erfahren, wie sich alles gegenseitig bedingt und befruchtet. Und es ist Zeit innezuhalten, zu danken für die Geschenke der fruchtbaren Zeit und etwas von der eigenen Fülle wieder zurück in den Kreislauf zu geben und zu teilen.

Samhain, Dunkelheitsritual am 31.10.23 um 18:00 Uhr

An diesem Punkt des Jahreskreises beginnt die dunkle Zeit. Die Natur zieht sich in Mutter Erde zurück und begibt sich für einige Zeit zur Ruhe. Im Außen sieht es so aus als würde alles absterben, doch es wandelt sich lediglich eine Form des Seins in eine andere. Der Kern, die Essenz, bleibt und lässt im Frühjahr Neues entstehen. Dieser Rückzug ins Innere ist wohl auch für uns Menschen immer wieder angezeigt, um uns mit unseren Wurzeln zu verbinden und aus ihnen neue Energie zu schöpfen.

In früheren Kulturen wurde sich zu dieser Zeit bewusst mit allem und allen Lebenden genauso wie mit den Toten verbunden und ihnen wurde gedankt. Vielleicht öffnen sich nun auch die Tore zur sogenannten Anderswelt, der Rat der Ältesten oder Orakel können befragt werden für eine erste Ahnung, wie es weitergehen könnte – oder dies geschieht durch die bewusste Hinwendung auf unsere Essenz.

Die Zeit um Samhain lädt uns ein, uns der Qualitäten des Loslassens und Vergehens zu widmen – als unabdingbare Aspekte in den großen und kleinen Kreisläufen des Lebens. Ja selbst jede Bewegung braucht zu Beginn das Loslassen vom gegebenen Zustand. Wenn Wandlung geschieht, wir noch nicht erahnen können, wie es weiter geht, dann fällt uns das Loslassen oft schwer. Durch das bewusste Erleben, dass hinter jedem Loslassen ein Neubeginn steht, gewinnen wir mehr und mehr Vertrauen auch für die Schritte ins Ungewisse. Unser Sein öffnet sich für das Neue, statt an dem Alten festzuhalten oder dies im Neuen zu suchen. Wir erkennen die Qualität des Vergehens als wichtigen Aspekt des Lebens und können uns öffnen für die Dunkelheit mit all ihren Facetten.

Wintersonnwende am 21.12.23 um 18:00 Uhr

Wir lassen uns tief sinken in den Stillstand in der Dunkelheit. Und erfahren wie aus diesem Stillstand ein neuer Kreislauf des Lebens geboren wird, jedes Jahr wieder erwächst das Leben und Licht aus der zeitlosen Dunkelheit. 

Immer wieder zieht es mich auf den kleinen Berg nicht unweit meiner Wohnung hinauf und hinaus in den Wald. Es ist kein großer, wilder Wald, eher ein kleiner Stadtwald. Die Größe des Waldes ist jedoch gar nicht so wichtig… auch mit einem einzelnen Baum können wir in Verbindung gehen und durch ihn den Wandel im Kreislauf des Jahres miterleben. Wenn wir mit geöffneten Sinnen in den Wald und in die Natur gehen und unsere Wahrnehmung ausdehnen, erleben wir vielleicht ein starkes Verbundenheitsgefühl. Für manche fühlt sich das wie ein Nachhausekommen an. Vielleicht erinnerst Du Dich an dieses Gefühl aus Deiner Kindheit, dieses wundervolle Gefühl selbst Teil der Natur zu sein, eingewoben zu sein in den immer wiederkehrenden Kreislauf, das Gefühl, genau richtig zu sein, wie Du bist und wo Du bist, ein natürliches Wesen wie alle anderen auf dieser Erde auch.
Indem wir uns bewusst alle sechs bis sieben Wochen mit den zu dieser Zeit wahrnehmbaren Naturqualitäten verbinden, diese feiern und uns tief einlassen auf den Wandel, verstärkt sich unsere Verbundenheit zur Natur mit der Zeit von alleine. Wir erleben, dass sich das Leben immer wieder entfaltet und wandelt, ja, dass Leben Wandlung ist. So spüren wir Jahr für Jahr, dass nach der Dunkelheit und der notwendigen Zeit der Regeneration, in welcher im Außen wenig Bewegung sichtbar ist und Kraft im Inneren gesammelt wird, im Frühjahr die Energien wieder aufsteigen und sich alles zu entfalten beginnt. Zunächst noch sehr zart und fein, bis sich schließlich die pralle Schönheit im Erblühen des Lebens um uns herum offenbart. Das Licht der Sonne kehrt nach der dunkleren Jahreszeit zurück und wird Tag für Tag kräftiger und wärmender. Bis wir zur SommerSonnenWende den längsten Tag und die kürzeste Nacht feiern und wir wieder hinabsteigen in die zweite Hälfte das Jahres mit ihren sinkenden Energien.
Vielleicht spürst auch Du in Dir die Sehnsucht Dich gehalten und getragen zu fühlen von Mutter Erde, echtes Vertrauen zu finden in die Kraft des Lebens, in die Entfaltung, und zu erfahren, dass wir uns dem Wandel hingeben dürfen. Wenn wir spüren, dass alle polaren Qualitäten Teil des natürlichen Jahreszyklus´ und notwendig sind, und auch alles was damit zu tun hat, hell und dunkel, warm und kalt, Ausdehnung und Zusammenziehen, Wachsen und Verfallen, Geburt und Sterben, dann lernen wir mit der Zeit uns selbst dem natürlichen Wandel anzuvertrauen und jene Phase zu schätzen, die gerade natürlicherweise dran ist.
Ich bin überzeugt, dass wir Menschen beginnen liebevoller mit Mutter Erde und all ihren Wesen zu sein, wenn wir uns wieder als Teil von ihr begreifen und in tiefer Verbundenheit begegnen.
Hast Du Lust Dich gemeinsam mit uns auf diese innere Forschungsreise zu begeben? Dann freuen wir uns sehr, gemeinsam mit Dir die Jahreskreisrituale zu feiern. Alle Menschen sind willkommen, ob du schon erfahrene Jahrekreisfeiernde*r oder einfach neugierig bist und etwas in Dir beim Lesen aufgehorcht hat. 

Mechtap Dawo